Sie brauchen Hilfe?
Wir sind für Sie da.
Kompetente Ansprechpartner und Adressen finden Sie außerdem in der Rubrik Netzwerk.
Die Jugendhilfe und Ihre Leistungen.
Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) des Jugendamtes steht als erster Ansprechpartner zur Verfügung. Seine Aufgabe ist es, ratsuchende Bürger über gesetzliche Möglichkeiten, Leistungsansprüche und weitere soziale Hilfestellungen zu informieren. Der Aufgabenschwerpunkt liegt im Bereich der Jugendhilfe.
Als Basisdienst für nahezu alle sozialen Leistungen im Landkreis ist er in fast allen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises mit Sprechstunden vor Ort präsent. Ihre/n Ansprechpartner/in erfahren Sie über Ihr Rathaus, über eine der Dienststellen des Jugendamtes oder auch auf dieser Homepage.
Die Aufgaben, Angebote und Leistungen des ASD in Kürze
Jugendhilfe
- Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie, Beratung zu Erziehung und Entwicklung junger Menschen.
- Beratung bei Konflikten und Krisen in der Familie, zu Partnerschaft, Trennung und Scheidung.
- Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge von alleinerziehenden Müttern und Vätern.
- Bei schwerwiegenden Erziehungsproblemen Beratung und ggf. Einleitung von Hilfen zur Erziehung, Entwicklung und Begleitung eines Hilfeplans.
- Bei dringender Gefahr für das Wohl des Kindes ist der ASD verpflichtet, vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen einzuleiten (z.B. Inobhutnahme bei Vernachlässigung, Misshandlung, sexuellem Missbrauch).
- Als Fachdienst unterstützt der ASD das Vormundschaftsgericht und Familiengericht bei der Entscheidungsfindung (z.B. bei Gefährdung des Kindeswohls, Regelung der elterlichen Sorge bei Scheidung.)
Sonstige soziale Aufgaben
- Allgemeine Information über Leistungen der Sozialhilfe, Sachverhaltsermittlung im Auftrag des Sozialamtes.
- Beratung und Ermittlungsaufgaben im Auftrag der Örtlichen Betreuungsbehörde.
Beistandschaft / Amtsvormundschaft / Amtspflegschaft
Bei Fragen zum Unterhalt, zum Unterhaltsanspruch, zur Feststellung der Vaterschaft und der elterlichen Sorge berät Sie ein Mitarbeiter der Beistandschaft/ Amtsvormundschaft/ Amtspflegschaft.
Die Beistandschaft ist ein kostenloses Hilfsangebot des Jugendamtes für Eltern, die die elterliche Sorge tragen oder in deren Obhut sich das Kind befindet.
Ein Amtsvormund steht einer minderjährigen Mutter zur Seite, der mit ihr gemeinsam alle wichtigen Entscheidungen für das Kind trifft.
Für weitere Auskünfte vereinbaren Sie bitte einen Beratungstermin. Die/ den für Ihren Wohnort zuständigen Ansprechpartnerin/ Ansprechpartner finden Sie auf der Homepage des Rhein-Neckar-Kreises.
Hilfen über das Gesundheitswesen.
Nach der Geburt stellt sich Mutterglück oft nicht von selbst ein. Es braucht Zeit, bis Mutter und Baby zusammenfinden, z.B. beim Stillen, im Schlaf-Wachrhythmus. Erste Ansprechpartner nach der Geburt sind die Hebammen, Frauen- und Kinderärzte.
Die Hebamme kann bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes auf ärztliche Anordnung (Frauen-, Kinderarzt u.a.) Hausbesuche machen.
Spezialambulanzen für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern helfen bei Babys mit Regulationsstörungen, sogenannten Schreibabies. Eine Liste mit Anlaufmöglichkeiten für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern in ganz Deutschland finden Sie auf der Homepage der GAIMH (German-Speaking Association for Infant Mental Health). Psychosoziale Belastungsfaktoren können das Risiko für Mütter erhöhen, nach der Geburt psychisch zu erkranken, z.B. an Depression. Da eine psychische Erkrankung der Mutter sich negativ auf die Kindesentwicklung auswirken kann, sollte diese rasch behandelt werden (psychotherapeutisch oder medikamentös). Stillen ist trotz Medikamente möglich. Die Diagnose und die Indikation zur Behandlung sollte der Facharzt für Psychiatrie stellen.
Mütter im Rhein-Neckar-Kreis können am Psychiatrischen Zentrum Nordbaden Wiesloch und an der Psychiatrischen Abteilung der Universitätsklinik Heidelberg zusammen mit ihren Kindern stationär behandelt werden.
Die Adressen von Hebammen, Ärzten, Therapeuten und Kliniken im Netz finden Sie hier »
Ambulantes Beratungs- und Behandlungsangebot
Mütter mit psychischen Problemen und jugendliche Mütter laden wir ein, sich unter Anleitung in einer Gruppe „Von Anfang an...“ mit den Belastungen der Mutterrolle auseinander zu setzen, einen anderen Umgang mit Stresssituationen zu erlernen und dadurch wieder mehr Freude am Kind zu empfinden.
Zunächst finden diese Gruppenangebote in Sinsheim und in Schwetzingen statt.
Termine für diese beiden Standorte finden Sie hier »
Selbsthilfegruppe
Eine ehemals betroffene Mutter hat die Selbsthilfegruppe Wiegeschritt ins Leben gerufen, um anderen belasteten Müttern eine Möglichkeit zum Austausch zu bieten. Diese Selbsthilfegruppe wird von einer in der Mutter-Kind-Behandlung erfahrenen Ärztin begleitet. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage: www.wiegeschritt.de, auf dem Flyer oder bei Frau Bopp, 06202-56760.
Notfallnummern
Die folgenden Notfallnummern gelten Werktags ab 17 Uhr
und am Wochenende.
Bei akuter psychiatrischer Behandlungsbedürftigkeit einer Mutter kann der diensthabende Arzt des PZN Wiesloch über die Pforte – Telefon 06222-550 – erreicht werden. Eine Mitaufnahme des Kindes kann notfallmäßig nicht erfolgen.
Bei Verdacht auf stattgehabte Misshandlung des Kindes ist es sinnvoll, das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Heidelberg einzuschalten.
- Notfallambulanz: 06221-562319
- Pforte: 06221-562311
Dort wird dann auch das Kinderschutzteam eingeschaltet, das die Fallverantwortung und das Entlassmanagement übernimmt.
Bei unklarer Versorgungs- oder Unterbringungssituation des Kindes ist über den Notruf der Feuerwehr 112 täglich rund um die Uhr ein Jugendamtsmitarbeiter des Rhein-Neckar-Kreises zu erreichen.
Bei akuter Eigen-oder Fremdgefährdung sind die Polizeireviere des Rhein-Neckar-Kreises wie folgt zu erreichen:
- Eberbach: 06271-92100
- Hockenheim: 06205-28600
- Neckargemünd: 06223-92540
- Schwetzingen: 06202-2880
- Sinsheim: 07261-6900
- Weinheim: 06201-10030
- Wiesloch: 06222-57090
Broschüren
- Forum Kinder psychisch kranker Eltern – Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis: Kinder psychisch kranker Eltern (PDF, 1,1 MB)
- Das Faltblatt „Checkliste für die Zeit nach der Geburt“ des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) enthält in verständlicher und übersichtlicher Form wertvolle Hinweise für die erste Zeit mit Baby. (PDF, 0,15 MB)